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    <title>Bildung | Science and Fiction</title>
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    <description>Bildung</description>
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      <title>Bildung</title>
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    <item>
      <title></title>
      <link>/de/stories/44_brain-chaos/</link>
      <pubDate>Sat, 15 Aug 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Studieren mit ADHS – ein Tag an der Uni mit Miriam.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;inhaltswarnungen&#34;&gt;Inhaltswarnungen&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;ADHS&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-kurzgeschichte&#34;&gt;Die Kurzgeschichte&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Miriam ist gestresst. Der Tag hat schon anstrengend angefangen, weil sie mal wieder schlecht geschlafen hat und die Snooze-Taste am Wecker viel zu oft gedrückt hat. Gerade an der Uni angekommen, hetzt sie in den Raum, in dem in diesem Moment ihr Seminar beginnt. Einführung in die allgemeine Literaturwissenschaft. Als sie den Raum betritt, fällt ihr ein, dass sie zur Vorbereitung einen langen Text lesen sollte. Mist, denkt sie, das habe ich mal wieder nicht geschafft. Ich wollte ja, es war ja sogar richtig interessant, aber mehr als zwei Seiten am Stück schaffe ich einfach nicht. Dann verschwimmt alles und in meinem Kopf ist nur noch Chaos! Naja, ich setze mich jetzt rein und höre einfach zu und hoffe, dass es nicht auffällt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei hätte Miriam den Text gar nicht komplett lesen müssen. Miriam hat ADHS, eine Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung. Fast niemand an der Uni weiß davon, da man ihr die Beeinträchtigung nicht ansehen kann. Sie kann sich schlecht auf eine Sache konzentrieren, ist schnell abgelenkt und wird schnell unruhig, wenn sie lange stillsitzen oder lange warten muss. Deswegen bekommt sie mehr Zeit als andere, um Aufgaben für die Uni zu erledigen. Außerdem darf sie Klausuren in einem separaten Raum schreiben und zwischendurch Pausen einlegen, um sich zu bewegen. Diesen sogenannten Nachteilsausgleich hat Miriam beim Prüfungsamt beantragt. Obwohl es ihr nicht leichtgefallen ist, sich dort zu outen, ein ärztliches Gutachten vorzulegen, Formulare auszufüllen. Außerdem hatte sie in der Beratungsstelle für Studierende mit Beeinträchtigung an ihrer Uni gehört, dass es schwierig werden könnte, solch einen Ausgleich bei ADHS zu bekommen. Häufig werde so ein Antrag abgelehnt, war dort die Erfahrung. Sie solle es trotzdem versuchen, wurde ihr geraten, da es immer Einzelfallentscheidungen seien. Also hat sie den Nachteilsausgleich beantragt – und: Sie hat ihn tatsächlich bekommen. Nur ihre Dozentin hat ihn nie erhalten. Miriam hat es einfach immer wieder vergessen, ihn ihr zu geben. Weil da so viele andere Dinge in ihrem Kopf umherschwirren, die sie nicht immer gut sortieren kann. Dann ist es ihr mal wieder eingefallen, aber irgendwann war es ihr so peinlich, damit noch Mitten im laufenden Semester anzukommen, dass sie es einfach gelassen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer weiß, wofür es gut ist, denkt Miriam. Wenn ich da an Professor Meiers Reaktion letztes Semester denke… Dem hatte sie den Nachteilsausgleich rechtzeitig vor der anstehenden Klausur geschickt. Erst hat er gar nicht geantwortet und als sie sich ein Herz gefasst und ihn darauf nach der Vorlesung angesprochen hatte, hat er ihr nur barsch „die Prüfungsbedingungen sind für alle gleich“ entgegnet. Auf noch so eine unangenehme Erfahrung kann ich gut verzichten, denkt Miriam, während das Seminar schon wieder vorbei ist. Dass sie den Text nicht komplett gelesen hatte, ist diesmal Gott sei Dank nicht aufgefallen. Bei der Diskussion darüber hat Miriam einfach die anderen reden lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pause. Aber wieder kaum Zeit, sich etwas zu entspannen. So viele Kommiliton:innen, die gleichzeitig reden, so viel Hektik auf den Fluren, es ist laut, überall Reize, bei denen man so schnell hängen bleibt. Am liebsten zieht sich Miriam deshalb zurück, geht nicht mit in die Mensa, diese lärmende Halle, sondern sucht sich eine ruhige Ecke. Heute auch. Ein bisschen Ruhe und Kraft tanken, bis es weiter geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nächste Veranstaltung, ein Seminar zum Thema Poetik. Miriam entspannt sich ein wenig. In dieses Seminar geht sie am liebsten. Gleich zu Beginn des Semesters hat der Dozent Herr Schröder eine E-Mail an alle im Kurs geschrieben: „Wenn Sie einen Nachteilsausgleich haben oder besondere Bedürfnisse, die ich in meinem Seminar berücksichtigen kann, melden Sie sich gerne bei mir.“ Das hatte Miriam nicht erwartet, das hatte noch nie jemand gefragt und angeboten. In dem Moment hat sie sich so gesehen und ernst genommen gefühlt, dass sie ohne zu zögern direkt geantwortet hat. Ohne Angst, dass ihr nicht geglaubt wird oder dass sie einen Nachteil dadurch hat. Es hat Druck rausgenommen, da von Anfang an klar war, dass sie für die Hausarbeit, die sie bald schreiben muss, mehr Zeit bekommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Seminar ist inzwischen in vollem Gange. Gerade diskutieren einige Kommiliton:innen über ein Gedicht. Miriam merkt, wie sie unruhig wird und nicht mehr folgen kann. In solchen Momenten zweifelt sie oft an sich selbst. Die anderen schaffen das doch alles viel besser, denkt sie dann, wenn sie wieder im Seminar nicht folgen kann oder eine Aufgabe nicht rechtzeitig erledigt hat. In Wirklichkeit sind Miriams Noten überdurchschnittlich, doch ihr fällt es manchmal schwer, das zu sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Diskussion im Seminar rauscht an Miriam vorbei. Ihre Nervosität steigt und sie beginnt, mit den Fingern auf den Tisch zu trommeln. Herr Schröder lächelt kurz, sagt: „Sie dürfen sich gern etwas bewegen, wenn es Ihnen hilft, konzentriert zu bleiben. Oder wir machen mal kurz eine kleine Pause, drei Minuten?“ Miriam ist erleichtert. Das kommt jetzt genau richtig, denkt sie. Und auch den anderen scheint die Pause gut zu tun. Alle sind danach viel konzentrierter bei der Sache. Eine kurze Pause – eigentlich eine Kleinigkeit, für Miriam aber eine große Hilfe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Miriam hat Schluss. Mehr als zwei Veranstaltungen am Tag sind für sie kaum zu bewältigen. Außerdem fühlt sie sich manchmal irgendwie fremd an der Uni, ohne dass sie genau sagen kann, wieso. Auch in der Mensa, zwischen lauten Gesprächen und Hektik, fühlt sie sich oft fehl am Platz. Trotz allem – sie studiert gern, sie kann sich für ihr Fach begeistern. Und immer mal wieder gibt es Momente wie heute, als Herr Schröder im Poetik-Seminar ihr Bedürfnis nach einer Pause ernst nahm. Solche kleinen Gesten geben ihr Hoffnung und zeigen ihr, dass sie an der Uni willkommen ist und dazugehört. Sie hat sich inzwischen auch getraut, ihrer Kommilitonin Ayla von ihrer ADHS zu erzählen. Ayla war erst überrascht und dann total offen und verständnisvoll. Manchmal verbringen sie die Pause jetzt gemeinsam – in einem kleinen, ruhigen Café etwas abseits der Mensa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Miriam ist sich sicher, dass sie das Studium schaffen kann, auch wenn es manchmal nicht einfach ist. Sie braucht eben einfach etwas mehr Zeit und Lehrende, die Verständnis für ihre Situation haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Diese Geschichte wurde im Original auf Deutsch und ohne Hilfe von KI geschrieben.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-studie&#34;&gt;Die Studie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bröder, C., Schwabe, U., Burkhard, J., Gröschl, B., &amp;amp; Hoche, R. (2025). &lt;em&gt;Chancen schaffen, Vielfalt fördern: Studierende mit Beeinträchtigung im Blick. Impulse für eine inklusive Hochschullehre.&lt;/em&gt; DZHW. &lt;a href=&#34;https://doi.org/10.21249/dzhw:inklusivelehre:1.0.0&#34; target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;&gt;https://doi.org/10.21249/dzhw:inklusivelehre:1.0.0&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verwendete Daten: Die Studierendenbefragung in Deutschland 2021. Verfügbar über das FDZ DZHW: &lt;a href=&#34;https://doi.org/10.21249/DZHW:sid2021:1.0.1&#34; target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;&gt;https://doi.org/10.21249/DZHW:sid2021:1.0.1&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-verbindung-zwischen-geschichte-und-studie&#34;&gt;Die Verbindung zwischen Geschichte und Studie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wie Miriam geht es vielen Studierenden. Fast ein Viertel hat eine gesundheitliche Beeinträchtigung, für viele wird dadurch das Studium erschwert. Doch die meisten dieser Beeinträchtigungen – vor allem psychische – sind nicht sichtbar und bleiben daher häufig von Dozierenden und Kommiliton:innen unbemerkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Untersuchung, die ich gemeinsam mit Ulrike Schwabe (DZHW), Jannis Burkhard (DIPF) und Benjamin Gröschl (LMU München) durchgeführt habe, haben wir daher Studierende mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung an deutschen Hochschulen in den Blick genommen. Die Ergebnisse, die auf Daten der deutschlandweiten Befragung „Die Studierendenbefragung in Deutschland 2021“ basieren, zeigen, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen unter Studierenden gar nicht so selten sind. 25 % aller Studierenden sind in irgendeiner Form beeinträchtigt, 16 % geben an, dass ihre Beeinträchtigung ihr Studium erschwert. Die Anteile schwanken zwischen den Fächergruppen, durchschnittlich haben aber 11–24 % in allen Fächern eine studienerschwerende Beeinträchtigung. Dabei ist in den meisten Fällen die Beeinträchtigung für andere nicht oder erst spät wahrnehmbar. Am häufigsten kommen psychische Beeinträchtigungen vor, aber auch mobilitäts-, sinnes- oder chronische Beeinträchtigungen sowie Mehrfachbeeinträchtigungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl es keine nennenswerten Leistungsunterschiede zwischen Studierenden mit und ohne Beeinträchtigung gibt, schätzen beeinträchtigt Studierende ihre Fähigkeiten geringer ein. Sie fühlen sich außerdem weniger gut durch Lehrende unterstützt und häufiger fremd an der Hochschule. Fast alle berichten von Schwierigkeiten – mit der Studienorganisation, in der Lehre und bei Prüfungen. Die meisten geben Probleme mit dem Leistungspensum an. Nachteilsausgleichende Maßnahmen werden von vielen als hilfreich empfunden, vor allem bei Problemen im Zusammenhang mit Prüfungen. Allerdings werden diese nur selten beantragt, oft aus Unsicherheit, ob ein Anspruch überhaupt besteht, oder Unwissenheit, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die fiktive Geschichte von Miriam führt uns nicht nur vor Augen, welche Schwierigkeiten Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Studium erfahren können. Sie zeigt auch, welchen Unterschied Lehrende machen können, wenn sie durch ihre Haltung und offene Kommunikation zeigen, dass für sie inklusive Lehre nicht nur ein Schlagwort ist, sondern dass sie Inklusion an der Hochschule leben.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-autorin&#34;&gt;Die Autorin&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Charlotte Bröder ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Empirische Bildungsforschung an der Freien Universität Berlin. Die Studie wurde gemeinsam mit Ulrike Schwabe (DZHW), Jannis Burkhard (DIPF) und Benjamin Gröschl (LMU München) durchgeführt und ist im Rahmen des Projektes „EQUAL-NET“ (Inequality across the Life Span – An Interdisciplinary Network of Research-Practice-Partnerships) entstanden, das durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde (Fördernummer 01JG2305).&lt;/p&gt;
</description>
    </item>
    
    <item>
      <title></title>
      <link>/de/stories/11_waves-of-innovation/</link>
      <pubDate>Mon, 13 Nov 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>/de/stories/11_waves-of-innovation/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Was, wenn die mächtigsten Technologien von heute sich morgen in ein Kinderspielzeug und einen Hausaufgabenbegleiter verwandeln?&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;inhaltswarnungen&#34;&gt;Inhaltswarnungen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Keine&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-kurzgeschichte&#34;&gt;Die Kurzgeschichte&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Noah starrte auf den Tisch. Die Sonne war kaum aufgegangen, aber sein Gehirn war ein Kessel voller Ideen, die darauf warteten, ausgeschüttet zu werden. Plötzlich hob er die Hand und beschwor mit einer schnellen Bewegung eine fantastische Landschaft herauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Berge ragten in den Himmel und warfen surreale Schatten auf ein paar leere Kaffeetassen. Flüsse schlängelten sich durch die Klippen und mündeten in tiefe Ozeane. Ein paar Häuser tauchten auf, und mit einer weiteren Handbewegung war die Landschaft mit üppiger Vegetation und Wolken gefüllt. Als Noah seine Schöpfung bewunderte, schlich sich ein Lächeln auf sein Gesicht, während sich seine Fantasie vor ihm entfaltete. Er war überglücklich über das Gefühl, dass alles, was er sich vorstellen konnte, einfach vor ihm erscheinen würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann wurde er plötzlich unterbrochen: „Iss dein Frühstück auf, Kleiner, es ist fast Zeit für die Schule!“ Mit einer letzten Handbewegung lässt Noah, gerade 10 Jahre alt, die ganze Landschaft verschwinden und schnappt sich sein Frühstück, wie seine Mutter es ihm befohlen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese magische Landschaft war nicht nur Noahs Fantasie entsprungen, sondern auch seine Hausaufgabe, eine interaktive Lektion über die Wunder der Natur. Seine Lehrerin, Frau Anderson, fügte diese Übung zu seinen Hausaufgaben hinzu. Seine Mutter erzählte, dass sie solche Dinge früher selbst auf Papier gezeichnet hat, aber Noah hatte es nie geschafft, das Bild in seinem Kopf genau so auf das Papier zu bringen. Jeden Tag schufen er und seine Klassenkamerad:innen ihre eigenen Welten, um etwas über Ökosysteme, Geografie und das sensible Gleichgewicht in der natürlichen Welt zu lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noah teilt diese fantastischen Welten mit seinen Freund:innen in der Schule. Er hat ein großes Klassenzimmer mit vielen anderen Kindern, aber er geht sehr gerne dorthin. Frau Anderson war immer da, um ihm bei allen möglichen Dingen zu helfen, während der KI-Assistent der Schule mit ihm über seine Probleme in der Klasse sprach. Keiner von beiden gibt ihm einfach die Antwort, egal wie nett er fragt, aber er findet es letztendlich immer selbst heraus. Manchmal liegt der Computer falsch oder ist verwirrt, genau wie Noah. Das ist in Ordnung, denn Frau Anderson weiß immer, wie man das Problem behebt und die Dinge auf eine andere Weise erklärt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noahs Welt ist noch klein; er verbringt den Großteil seiner Zeit zu Hause und in der Schule. Noah gehört zu der Generation, die mit diesen Werkzeugen aufwächst, und die Auswirkungen dieser Technologien gehen weit über sein Klassenzimmer hinaus. Durch Spiele und kreative Übungen lernt Noah, wie er Technologie und künstliche Intelligenz nutzen kann, um sein eigenes Leben zu erleichtern und ihn auf eine neue Welt vorzubereiten, in der dies zur Norm geworden ist. Noahs Fähigkeit, künstliche Intelligenz in Spielen zu nutzen, wird ihm nützlich sein, wenn er erwachsen ist, und ihm vielleicht sogar erlauben, völlig neue Wege zu finden, Aufgaben zu erledigen. Die Arbeit mit dieser Technologie wird für ihn auf jeden Fall viel einfacher und selbstverständlicher sein als für seine Eltern, die sich etwas schwer taten, als Unternehmen und Industrien KI in ihre Hauptarbeitsabläufe einführten. Das war nicht viel anders als bei früheren Generationen, die sich mit der Nutzung von Computern, Smartphones oder sozialen Medien schwer taten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Innerhalb weniger Jahre wurden KI-Systeme in immer mehr Bereiche des Lebens integriert. Zunächst änderte die KI alltägliche Aufgaben, indem sie die Notwendigkeit beseitigte, stundenlang Entwürfe zu verfassen, Ideen zu formulieren oder mit Daten zu ringen. Die KI übernahm diese Aufgaben nahtlos. Dies bedeutete, dass viele Arbeitsplätze verschwanden, sich änderten oder neu geschaffen wurden. Die Anfänge waren hart, da die Unternehmen die Funktionsweise der KI-Systeme noch verfeinerten und verbesserten, und wir mussten sicherstellen, dass jeder den gleichen Zugang hatte und wusste, dass die KI nicht immer korrekt war. Im Laufe der Zeit und mit zunehmender Übung wurde die Nutzung von KI-Systemen so alltäglich wie zuvor der Computer und das Smartphone, die unsere Arbeit in einem Maße integrieren und automatisieren, dass wir uns nicht einmal mehr vorstellen können, sie manuell zu erledigen. In dieser Zukunft gab es zwar noch keine Raumschiffe, aber dafür viel weniger langweilige, sich wiederholende Aufgaben, so dass wir uns auf die Dinge konzentrieren konnten, die uns an unserer Arbeit Spaß machen.&lt;/p&gt;








  











&lt;figure id=&#34;figure-copy-fabian-van-den-berg&#34;&gt;


  &lt;a data-fancybox=&#34;&#34; href=&#34;/media/story11.png&#34; data-caption=&#34;© Fabian van den Berg&#34;&gt;


  &lt;img src=&#34;/media/story11.png&#34; alt=&#34;&#34;  &gt;
&lt;/a&gt;


  
  
  &lt;figcaption&gt;
    © Fabian van den Berg
  &lt;/figcaption&gt;


&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Diese Geschichte wurde aus dem Englischen von Helena Hartmann mithilfe von DeepL übersetzt und ohne Hilfe von KI geschrieben.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-studie&#34;&gt;Die Studie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Dwivedi, Y. K., Kshetri, N., Hughes, L., Slade, E. L., Jeyaraj, A., Kar, A. K., &amp;hellip; &amp;amp; Wright, R. (2023). “So what if ChatGPT wrote it?” Multidisciplinary perspectives on opportunities, challenges and implications of generative conversational AI for research, practice and policy. &lt;em&gt;International Journal of Information Management, 71&lt;/em&gt;, 102642. &lt;a href=&#34;https://doi.org/10.1016/j.ijinfomgt.2023.102642&#34; target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;&gt;https://doi.org/10.1016/j.ijinfomgt.2023.102642&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-verbindung-zwischen-geschichte-und-studie&#34;&gt;Die Verbindung zwischen Geschichte und Studie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Diese Studie taucht tief in den Wirbelsturm ein, den ChatGPT und Image Diffusion Modelle ausgelöst haben, und untersucht ihre unerwarteten Auswirkungen auf verschiedene Bereiche. Es ist eine Sammlung von Expert:innenmeinungen aus verschiedenen Bereichen, die zeigen, wie KI die Welt verändert, mit einem leichten Schwerpunkt auf Forschung und Bildung. Die Geschichte zeigt eine Zukunft, in der die in dieser Studie geäußerten Bedenken berücksichtigt wurden und die KI ein Teil des Lebens geworden ist, wie Computer und das Internet. Seit der Veröffentlichung dieses Artikels ist einige Zeit vergangen. Wir haben uns an ChatGPT gewöhnt, so dass der Hype etwas abgeflaut ist. Allerdings fehlen immer noch Regeln und Vorschriften, und die Bedenken, die viele der Expert:innen äußern, sind immer noch aktuell. Frühe Nutzer:innen haben eine Vielzahl von Anwendungen entwickelt und gelernt, wie sie den Computer dazu bringen können, genau das zu erstellen, was sie wollen. Große Unternehmen gehen jetzt ihren eigenen Weg und kaufen oder entwickeln Modelle, die sie in ihre Produkte einbauen. Schon bald wird ein KI-Assistent in alltägliche Produkte wie Office, Google oder iPhones integriert sein und zum Bestandteil des Lebens eines jeden Menschen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wann“ und „wie“ diese Technologie in unserer Welt Einzug halten wird. Wir müssen uns mit dem Erscheinen der KI und ihrer Entwicklung auseinandersetzen. Bevor wir zu dieser Küchentischszene gelangen, müssen wir sicherstellen, dass wir bereit sind. Das Potenzial ist riesig, aber auch einige der Risiken sind es. Proaktive Aufklärung über die moralische und ethische Nutzung und Schulung von KI-Modellen, robuste Vorschriften, angemessene Zugänglichkeit für alle (nicht nur für wohlhabende Personen) und Forschung werden unglaublich wichtig sein, um Risiken wie Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre, Voreingenommenheit, zunehmende Kluft und Missbrauch zu bewältigen. Mit Blick auf die Zukunft werden synthetische Medien immer häufiger zum Einsatz kommen, während wir die Fehler in dieser ersten Welle von KI-Tools ausmerzen. Ich ziehe es vor, ein wenig techno-positiv zu bleiben, aber ich erkenne die Bedeutung der in dieser Studie diskutierten Probleme an. Ich sehe eine Zukunft, in der KI dazu beiträgt, uns effizienter und innovativer zu machen und die Lebensqualität für alle zu verbessern, auch wenn wir all diese potenziellen Herausforderungen meistern.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;der-autor&#34;&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Fabian ist ein Neurowissenschaftler, der zum Datenwissenschaftler wurde und jetzt im Marketing arbeitet. Die meiste Zeit arbeitet er an Datenanalysen und hält Vorträge über Themen wie Marketing-Tools und KI-Tools und Ethik.&lt;/p&gt;
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    </item>
    
    <item>
      <title></title>
      <link>/de/stories/10_baby-steps/</link>
      <pubDate>Fri, 13 Oct 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Eine Geschichte über Babys und Roboter, die Absichten verstehen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;inhaltswarnungen&#34;&gt;Inhaltswarnungen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Keine&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-kurzgeschichte&#34;&gt;Die Kurzgeschichte&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Weniger als ein Jahr nach der Geburt seines Kindes Leo beschloss Lucas, aus seiner Zweierfamilie eine Dreierfamilie zu machen, indem er sich ein neues Kätzchen zulegte. „Leo, schau, das ist unser neues Kätzchen!“ schwärmte Lucas und schaute zu dem Neuankömmling hinüber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Lucas beobachtete, wie Leo zu dem Kätzchen hinüberkroch und an seinem Schwanz zu ziehen begann, fragte er sich, ob Leo verstanden hatte, dass er es sich ansehen sollte. Verstand er das Wort Kätzchen und dass es dem flauschigen Ball entsprach, der gerade mit den Augen rollte und sein Schicksal in den Händen eines neugierigen Babys akzeptierte? Verstand Leo, dass er, wenn Papa etwas ansah - vor allem, wenn er Leos Namen sagte und ihn zuerst direkt ansah - in Gedanken irgendwelchen imaginären Strahlen aus Papas Augen folgen sollte, bis sie auf ein interessantes Objekt trafen (den oben erwähnten flauschigen Ball)?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lucas wollte glauben, dass die Antwort „Ja“ lautete. Wenn keine anderen Erwachsenen im Haus waren, konnte es ziemlich langweilig werden! Lucas hoffte, dass Leo, wenn er ihm vorlas - oder wenn er seinen Namen rief oder wenn er dachte, dass sie einen Moment miteinander teilten - zumindest &lt;em&gt;einigermaßen&lt;/em&gt; verstand, was vor sich ging. Zumindest hoffte er, dass er verstand, dass mit ihm kommuniziert wurde. Aber was, wenn das nicht der Fall war?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kätzchen gab ein lautes Miauen von sich und riss Lucas aus seinen Grübeleien heraus. Leo krabbelte herüber, tauschte einen warmen Körper gegen den anderen und krabbelte auf Lucas&amp;rsquo; Schoß. Lucas lächelte und flüsterte: „Ich frage mich, was in diesem kleinen Gehirn vor sich geht“, während er Leos Kopf streichelte. Leos Antwort war ein leerer Blick, was Lucas&amp;rsquo; Befürchtungen bestätigte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lucas war fest entschlossen, Bester Vater aller Zeiten™ zu sein. Seit er erfahren hatte, dass er schwanger war, hatte er wie besessen alles über Entwicklungspsychologie gelesen. Dabei ertappte er sich jedoch oft dabei, dass er sich in Themen vertiefte, die für die Erziehung eines Kindes nicht besonders relevant waren. Lucas erinnerte sich, dass er in einem dieser Löcher auf eine Forschungsarbeit gestoßen war, in der es darum ging, wie Babys lernen, dem Blick zu folgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lucas erinnerte sich vage an die beiden Theorien, die in der Arbeit vorgestellt wurden. Die eine besagte, dass Babys mit einem angeborenen Verständnis für die Absichten von anderen geboren werden. Mit anderen Worten: Wenn Lucas Leo ansah und dann das Kätzchen betrachtete, dachte Leo dann „Papa will, dass ich das Kätzchen ansehe“? Die andere Theorie besagt, dass Babys lernen, indem sie durch wiederholte Interaktionen belohnt werden. Hatte Leo im Laufe der Zeit einfach gelernt, dass er mit interessanten Dingen „belohnt“ würde, wenn er in die gleiche Richtung wie Papa schaute, ohne wirklich zu verstehen, was vor sich ging?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lucas bemerkte, dass Leo vor lauter Aufregung über das neue Kätzchen eingeschlafen war. Er legte ihn vorsichtig in sein Bett und rief die Studie auf seinem Laptop auf, um sie sich noch einmal anzusehen. Darin wurde beschrieben, wie andere Forschende einem Roboter beigebracht hatten, dem Blick einer Person zu folgen, ohne dass der Roboter überhaupt verstehen musste, was vor sich ging! Die Autor:innen testeten daraufhin, ob Babys auf die gleiche Weise lernten wie der Roboter, und fanden Belege dafür, dass dies der Fall war! Lucas hielt inne und war einen Moment lang traurig bei dem Gedanken, dass Leo keine Ahnung hatte, dass Papa mit ihm kommunizierte. Aber dann änderten sich seine Gefühle, und er griff zum Telefon und schrieb seinem besten Freund eine SMS: „Ich habe gerade erfahren, dass Leo ein genialer Baby-Roboter ist. Ich werde aktuell keine weiteren Fragen beantworten.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Diese Geschichte wurde aus dem Englischen von Helena Hartmann mithilfe von DeepL übersetzt und ohne Hilfe von KI geschrieben.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-studie&#34;&gt;Die Studie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Silverstein, P., Feng, J., Westermann, G., Parise, E., &amp;amp; Twomey, K. (2021). Infants learn to follow gaze in stages: Evidence confirming a robotic prediction. Open Mind 25(5),174-188. &lt;a href=&#34;https://doi.org/10.1162/opmi_a_00049&#34; target=&#34;_blank&#34; rel=&#34;noopener&#34;&gt;https://doi.org/10.1162/opmi_a_00049&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-verbindung-zwischen-geschichte-und-studie&#34;&gt;Die Verbindung zwischen Geschichte und Studie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In der Studie wird untersucht, wie Babys lernen, den Blicken anderer zu folgen. Es gibt zwei Haupttheorien: Die eine besagt, dass Babys die Absichten der Erwachsenen von Geburt an verstehen, die andere, dass sie es durch wiederholte Interaktionen lernen. Frühere Forschung brachte einem Roboter bei, dem Blick zu folgen, und stellten fest, dass er dies stufenweise lernte (horizontal und dann vertikal), was die erste Theorie in Frage stellt. In der Studie aus dieser Geschichte wurde die Fähigkeit von Babys, dem Blick zu folgen, im Alter von sechs, zwölf und achtzehn Monaten mittels Augenbewegungen getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass sechs Monate alte Kinder dem Blick nicht folgen, während zwölf und achtzehn Monate alte Kinder dies nur horizontal taten. Das unterstützt die Idee, dass Babys lernen, dem Blick durch Verstärkungslernen zu folgen, und nicht durch angeborenes Verständnis.&lt;/p&gt;
&lt;h1 id=&#34;die-autorin&#34;&gt;Die Autor:in&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Priya (sie/ihre) ist derzeit Postdoktorandin beim Psychological Science Accelerator - einem weltweit verbreiteten Netzwerk von Forschenden, die intellektuelle und materielle Ressourcen bündeln, um die Anhäufung rigoroser Erkenntnisse in der psychologischen Wissenschaft zu beschleunigen. Sie arbeiten an einem Projekt zur Untersuchung der Verallgemeinerbarkeit (und der Vorhersagen von Forschenden zur Verallgemeinerbarkeit) in der Psychologie. Darüber hinaus arbeiten sie an einer Reihe von Seitenprojekten in der Entwicklungspsychologie und den Metawissenschaften.&lt;/p&gt;
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